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leichenkleidung

 

Das Leichentuch ist das Kleid des Leichnam eines Verstorbenen. Es ist ein einfaches nicht genähtes weißes Tuch, was ihm nach der rituellen Vollkörperreinigung des Verstorbenen um den Leib gelegt wird bestehend aus drei Teilen:

  1. Idhar: Es umwickelt mindestens den Bereich vom Bauchnabel bis unter die Knie, idealerweise vom Brustbereich bis zu den Füßen
  2. Kamis: Von den Schultern bis zum Bauch
  3. Lifafa: Es umwickelt den gesamten Leichnam über dem Idhar und Kamis.

Schon zu Lebzeiten kann der Muslim diese Art Kleid bzw. ein sehr ähnliches Kleid am Leibe spüren, nämlich wenn er die Pilgefahrt [hadsch] absolviert und im Gewand des Pilgers im Weihezustand [ihram] gekleidet ist.

Die rituelle Vollkörperreinigung des Verstorbenen sowie dessen Einkleidung erfolgt durch einen Gleichgeschlechtlichen (Ausnahme ist hier der Ehepartner).

Nur der im Kampf gefallene Märtyrer erhält kein Leichentuch. Er wird in den Kleider beigesetzt in denen er Märtyrer wurde.

Idealerweise hat der Muslim sein Leichentuch zuhause und bereit für den Fall, in dem es benötigt wird.